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Frankfurter Börsenbrief
 
 

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Zur aktuellen Marktlage:
Die Berichtssaison in den USA als wichtiger fundamentaler Taktgeber kann sich bisher sehen lassen, auch wenn zum Redaktionsschluss lediglich knapp 10 % der Unternehmen im S&P 500 ihre Q1-Bilanzen präsentiert haben.


Allen voran die Banken, die mit starken Ergebnissen aufwarten konnten. Nach aktuellem Stand haben bisher 88 % der Unternehmen die Umsatzerwartungen übertroffen und immerhin noch 81 % die jeweiligen Gewinnerwartungen. Das sind Top-Werte. Insgesamt zeichnet sich ein Gewinnwachstum von gut 30 % ab. Diese Entwicklung ist allerdings auch notwendig, da die Erwartungshaltung des Marktes angesichts der Rally sehr hoch ist.

Entspannung kommt indes von der Zinsfront: Die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen setzten von ihren 14-Monats-Hochs bei 1,77 % bis auf 1,52 % zurück. Das erfolgte in einem Umfeld, in dem die US-Konjunkturdaten die Erwartungen fast ohne Ausnahme übertrafen. Es ist davon auszugehen, dass die Fed mit dosierten Anleihekäufen den Zins zu kontrollieren versucht, gleichzeitig wird man eine etwas höhere Inflation (siehe auch analog dazu Chart der Woche) tolerieren. Am Donnerstag nach Redaktionsschluss tagt die EZB. Wir gehen davon aus, dass es hier keine neuen Erkenntnisse hinsichtlich Zinspolitik und Anleihekaufprogramm (PEPP) geben wird.

Ein Unsicherheitsfaktor ist die politische Lage in Deutschland, nachdem sich die CDU für Armin Laschet als Kanzlerkandidat entschieden hat - gegen jegliche Mehrheiten aus der politischen Basis. Die Quittung kam prompt mit den Umfragewerten, die aktuell Annalena Baerbock von den Grünen vorne sehen. Das sind sicherlich Momentaufnahmen, fest steht, dass eine grüne Kanzlerin ein Novum in Deutschland wäre und wirtschaftspolitisch sowie mit Blick auf den Kapitalmarkt ein herber Rückschlag. Daher muss man sich darauf einstellen, dass der Markt in den Sommer hinein schwankungsanfälliger wird. Vor diesem Hintergrund investieren wir in den Depots nur selektiv (wie im Falle von BYD) und halten etwas Cash in der Hinterhand - rund 22 % im spekulativen Musterdepot.

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