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INTERVIEW
Bitcoin Group: Günstiger als Coinbase


Die Bitcoin Group hatten wir bereits in FB 12/2021 im Vorfeld des Coinbase-IPO als günstigere Kaufoption thematisiert. Der geschäftsführende Direktor der größten europäischen Krypto-Plattform, Marco Bodewein, stand dem FB für ein Interview zur Verfügung.

FB: Sie haben mit den vorläufigen Erlösdaten bei der Tochter futurum bank bzw. bitcoin.de mit Provisionserlösen von 8,5 Mio. € im ersten Quartal positiv überrascht. Woher kommt die gute Entwicklung, von einer höheren Handelsaktivität oder einem starken Kundenzuwachs?

Marco Bodewein: Eine Kombination aus beidem. Die Handelsumsätze wachsen naturgemäß mit einem Anstieg der Kryptokurse, dies zieht entsprechend neue Kunden nach. Natürlich spielt uns auch die Kursentwicklung in die Karten. Wenn ein Kunde einen Bitcoin für 50.000 € verkauft, ist der Provisionsertrag selbstverständlich 5x höher, als wenn der gleicher Kunde diesen Bitcoin für 10.000 € verkauft.
 
Können Sie quantifizieren, wie sich das Geschäft mit institutionellen Kunden dabei ausgewirkt hat?
Der letzte Anstieg kommt hauptsächlich aus dem Retailgeschäft, wobei auch das institutionelle Geschäft gut anläuft.
 
2020 hatten Sie operative Kosten von 4,5 Mio. €. Werden diese 2021 signifikant höher ausfallen oder in etwa auf demselben Niveau bleiben?
Zum jetzigen Zeitpunkt rechnen wir nicht mit einer signifikanten Steigerung der Kosten. Der größte Posten sind die Personalkosten, den wir für unsere hochqualifizierten Mitarbeiter gern aufwenden. Aber das Geschäft skaliert sich nicht eins zu eins über das Personal.

Die erfreuliche Entwicklung führt auch zu einem deutlichen Cashzufluss. Was machen Sie mit dem zu erwartenden Free-Cash?
Unsere Liquiditätsausstattung ist, wie Sie richtig bemerken, sehr komfortabel. Trotz allem darf man nicht vergessen, dass wir uns weiter in einer Pandemie befinden und hohe Liquiditätsausstattung auch hohe Sicherheit für uns und unsere Aktionäre bedeutet. Zudem vereinnahmen wir nicht alle Provisionserlöse in Cash, sondern auch in Kryptowährung, die wir langfristig strategisch halten. Denn auch wir glauben wie Tesla und MasterCard daran, dass Bitcoin und Co. gekommen sind, um zu bleiben. Aber falls sich eine gute, sinnvolle Ergänzung des Portfolios ergibt, wollen wir diese ergreifen. Umso schöner, wenn man dies aus dem Cashflow bestreiten kann.
 
Sie hatten für das 2. Quartal ein neues Handelssystem angekündigt. Wie steht es damit, sind Sie mit der Einführung im Zeitplan?
Wir sind in den letzten Zügen. Da wir hierzu ergänzende AGB erstellen mussten, warten wir noch auf die finale juristische Freigabe. Sobald diese vorliegt, gehen wir in die Einführung.

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