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Frankfurter Börsenbrief
 
   
Drawdown9 ist konzipiert für Investoren, die ihren Vermögensaufbau verstetigen wollen, avers gegen Abschläge von den einmal sicher geglaubten Gewinnen sind. Wer das an erster Stelle seiner Prioritäten hat, ist mit Drawdown9 gut versorgt.

Denn zunächst muss jeder Aktionär in sich hineinhören, was ihm oder ihr am wichtigsten bei der Kapitalanlage ist. Einfach nur "gute Rendite bei möglichst wenig Risiko" ist eine Plattitüde wie "wir sind gegen Subventionen". Wenn es dann konkret wird, bemerkt der Homo oeconomicus schnell, dass es so einfach nicht ist. So wie jeder Konsument unterschiedliche Autos präferiert, einen differenzierten Geschmack bei seiner Bekleidung lebt, vollziehen sich aus den Lebenserfahrungen und -grundeinstellungen auch abweichende Priorisierungen bei der Anlagestrategie. Das kann konkret sein:

  • Mir ist es lieber, in deutsche Werte zu investieren, da kann ich mir vorstellen, was dahintersteckt.
  • Mir ist es egal, wie groß oder klein ein Unternehmen ist, wo es herkommt, Hauptsache es hat ein für mich nachvollziehbares Geschäftsmodell und eine starke Gewinnentwicklung.
  • Ich kaufe am liebsten Aktien, die sonst niemand auf dem Schirm hat und bei denen ich als einer der Ersten den Turnaround begleite.
  • Ich kaufe nur Aktien, bei denen ich hinreichend sicher bin, dass andere auch investieren, weil nur deren Nachfrage eine Aktie nach oben treiben kann.
  • Ich möchte meine Rendite maximieren, der Rest ist mir egal.
  • Ich verkrafte es nicht so gut, wenn die einzelnen Trades im Minus verkauft werden. Das soll um jeden Preis vermieden werden.
  • Hätte ich bloß…
  • Ich möchte Assets, bei denen es relativ ausgeschlossen ist, dass sie in einer Woche zweistellig abgeben.
  • Ich identifiziere mich gerne mit meinen Investments, freue mich über unternehmerische Erfolge, möchte die Gesellschaften auf ihrem Lebensweg ein Stück weit begleiten.

    Das ist nur ein winziger Teil von Prioritäten, die nicht gegeneinander ausgespielt werden können. So wie der eine Genießer Riesling und der andere Bordeaux bevorzugt, hat alles seinen Platz.

    Im Frankfurter Börsenbrief versuchen wir, einer Vielzahl von Anlagestilen einen Raum zu geben, sie mit Leben zu füllen. Eine Vielzahl der oben genannten Prioritäten spiegelt sich in unseren Depots im Brief und im Internet wider, im Drawdown9 allerdings keine der oben genannten Vorlieben. Es geht allein darum, eine sinnvolle, risikoadäquate Rendite darzustellen und auf dem Weg dahin die Abschläge gering zu halten. Nicht mehr und nicht weniger.

    Wer seine Rendite maximieren möchte, ist bei Global Momentum Strategy 23 besser aufgehoben. Natürlich pflegt der Frankfurter Börsenbrief in allen Depots bei der Auswahl der Titel eine Chance-/Risiko-Analyse. Die Unterscheidung liegt darin, wie Chance und wie Risiko im Ansatz gewichtet sind und auf die oben angeführten Anlagestile aufgesetzt und angepasst werden können. Bei Drawdown9 wird die Priorität auf niedrige Abschläge des Gesamtdepots gelegt.

    Das kollidiert insbesondere mit dem Wunsch, möglichst viele Investments mit einem Gewinn ins Ziel zu bringen. Im Gegenteil ist die Zahl der Trades, die mit Verlust verkauft werden, höher als in jedem anderen Depot. Das mag zunächst erstaunen, hat aber zwei Gründe:

    1. Für eine stetige Aufwärtsentwicklung des eigenen Depots müssen die Investments als Erstes von der Gesamtbewegung des Marktes abgekoppelt werden. Wir alle wissen, wie DAX und Dow Jones über die Handelszeiten schwanken. Wenn die Werte im Depot dies auch nachvollziehen würden, hätte es schnell ein Ende mit der Verlustbegrenzung.

    Folglich muss nach Assets gesucht werden, die sich so unabhängig wie möglich vom Marktgeschehen entwickeln. Ein solches Eigenleben entwickeln diese Assets dann aber natürlich auch untereinander. Das heißt, wenn sich auf einmal alle Assets gleichzeitig nach oben oder unten entwickeln, hätte man als Verwalter etwas falsch gemacht, den Sinn dieses Depots nicht verstanden und operationalisiert. Von der Natur des Strategieansatzes müssen sich die Assets autonomisieren. Das bedeutet, dass diejenigen, die nicht mitziehen, verkauft werden. Eben auch mit Verlust, um die Statik des Depots und ihr niedriges Beta zum Gesamtmarkt zu erhalten.

    2. Kleine Verluste sind besser als große Verluste. Wir sitzen keine Korrekturen aus. Was nicht mit Eingang ins Depot die Erwartungen erfüllt, wird abgestoßen. "Hoffnung", dass die Ziele doch noch erreicht werden oder ein Trend dreht, sind für diesen Ansatz kein guter Ratgeber. Wenn offenbar wird, dass die Analyse falsch war oder im dynamischen Marktgeschehen, wo sich ohnehin die Einflüsse jeden Tag ändern, andere Faktoren das Kursbild bestimmen, wird verkauft. Ohne jede Sentimentalität. Das heißt, wer eine innere Verbindung zu seinen Anlagen hat, ist bei Drawdown9 ebenfalls falsch aufgehoben.

    Daraus folgt auch, dass wir grundsätzlich immer viel zu früh aussteigen. Im Bild: Wenn der Zug nach Osten aufbricht, steigen wir schon in Berlin Spandau aus und nicht erst am Lehrter Bahnhof, in Warschau, Moskau und erst recht nicht Wladiwostok. Selbst wenn klar ist, dass ein Engagement in den nächsten Monaten noch zweistellig performen wird, freuen wir uns in den anderen Depots des Frankfurter Börsenbriefs über ein zweites, längeres Gastspiel oder mehrere Aufnahmen. Bei Drawdown9 wird Platz gemacht für die nächste, bessere Chance.

    Das Ergebnis soll sein: Eine Rendite im Bereich zwischen 15 bis 17 % pro Jahr bei einem maximalen Abschlag vom Renditehochpunkt auf dem Weg zum Renditetiefpunkt von 9 %. Das heißt, in der Entwicklung des Gesamtdepots soll der Wert von Assets plus Barreserve nie zweistellig rückläufig sein. Das kann kein Versprechen sein, im Vorgängerdepot, dem Utility Low Correlation ist es gelungen, diesen "drawdown" sogar auf 7 % zu begrenzen und das auch im Crash in der Corona-Krise.

    Wer schon mit einiger Erfahrung an der Börse handelt, wird richtigerweise sagen, dass Rendite immer mit Risiko verknüpft ist. Wer eine hohe Rendite haben will, muss auch entsprechende Risiken in Kauf nehmen. Wer möglichst wenig Risiko haben möchte, darf keine Ansprüche an die Rendite stellen. Das ist unabänderliches Gesetz am Kapitalmarkt. Wir versuchen es durch eine dritte Komponente zu durchbrechen: Durch Arbeit.

    Es bedeutet Arbeit, wenn dem Anleger die Stetigkeit des Aufwärtstrends am Herzen liegt. Es werden auf dieser Website (so gut wie) jeden Morgen bis 9:00 Uhr die Orders aktualisiert. Wir arbeiten mit OCO-Orders ("one cancels the other"). Das heißt, gleichzeitiger Auftrag von Stop-Loss und Verkaufslimit. Was zuerst ausgelöst hat, bestimmt die Abrechnung im Verkauf.

    Wir bemühen uns um maximale Transparenz. Um das Ganze nachvollziehbar zu machen und die Verlusttrades nicht unter den Teppich zu kehren, finden Sie auf der Website auch die letzten abgeschlossenen Orders. Normalerweise macht das keinen Sinn, weil die Aufmerksamkeit auf diejenigen Assets gerichtet sein sollte, die aktuell im Depot sind, und keiner verschütteten Milch nachgetrauert wird. Aber weil dieser Ansatz im Drawdown9 so außergewöhnlich ist und hält, was andere Vermögensverwalter nur versprechen und woran sicherlich Zweifel aufkommen ("zu schön, um wahr zu sein"), stellen wir auch die abgeschlossenen Deals ins Netz.

    Eine Bitte: Es kann immer zu Fehlern kommen. Wir sind auch nur Menschen. Mal ist ein Zahlendreher in der ISIN, dann ein Einkaufskurs falsch notiert. Wenn Ihnen so etwas auffällt, weisen Sie uns bitte darauf hin. Wir korrigieren es dann im Sinne aller. Pardon und vielen Dank.

    Und nun: Viel Erfolg!

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