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2018 lagerten Notenbanken 651 Tonnen in ihren Safes – 74 % im Vorjahr.


Russland vergrößert die Bestände seit 13 Jahren beständig. Gegenwärtig sitzt Moskau auf einem Goldschatz von 2.066 Tonnen (87 Mrd. Dollar bzw. 18 % der Gesamtreserven). In den letzten vier Jahren waren es regelmäßig mehr als 200 Tonnen pro Jahr. Im Gegenzug wurden US-Staatsanleihen liquidiert. Gerade Russland und China, aber auch Kasachstan oder die Türkei möchten ihr Vermögen vor dem Zugriff bzw. möglichen Einfrierungen seitens der USA schützen: Dollars sind jederzeit für Gold einzutauschen. Treasuries zu Geld zu machen, könnte sich in einer neuen politischen Eiszeit (Stichworte INF-Vertrag, Krim, Nord-Stream-Pipeline etc.) als schwieriger erweisen. Dass die Dollar-Reserven im dritten Quartal auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren gefallen sind, kann auch als Vorsichtsmaßnahme gegenüber Trump interpretiert werden. Alle Notenbanken der Welt haben ihre Bestände netto seit der Finanzkrise ausgeweitet. Gegenwärtig liegen nach Berechnungen des IWF für 1,4 Bio. Dollar Goldbestände in den gut gesicherten Kellern. In Europa haben vor allem Ungarn und Polen zugegriffen, Ungarn so stark wie seit 30 Jahren nicht mehr. Auch für Victor Orban oder die PiS-Partei in Polen ist Gold ein Faustpfand, mit dem sich noch resoluter auftreten lässt. Je stärker Länder einen nationalen Isolationskurs fahren, desto interessanter wird Gold. Je diktatorischer Populisten ihr Regierungs-Regime absichern, desto wichtiger wird Gold als Reserve. Man erinnere sich nur, wie Saddam Hussein oder Gaddafi in den Tagen ihres Sturzes Gold beiseiteschaffen wollten. Auch in Venezuela war bereits ein russisches Flugzeug gelandet, um 20 Tonnen Gold (10 % der Notenbank-Reserven) für Maduro außer Landes zu transportieren. Auf der anderen Seite stieg auch das Angebot der Minen (3.347 Tonnen) und über Recycling (1.173 Tonnen)  2018 auf neue Höchststände.

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